Presse


Interview mit Martin Walch und Hermann Beil > PDF
1. 5. 2011


PRESSE-STREIFLICHTER


Frankfurter Allgemeine Zeitung FAZ, Rhein Main Zeitung
Das Merlin Ensemble Wien begeisterte auch im vierten und letzten Konzert seines Gastspiels bei den Maifestspielen, im Foyer des Wiesbadener Staatstheaters … Martin Walch hielt von seinem Pult aus mit Violine oder Bratsche in der Hand das geschmeidig aufeinander reagierende Ensemble in leidenschaftlich bebendem Fluss…
Doris Kösterke 19. Mai 2017


Wiesbadener Kurier
Mit den Programmen der vier Konzerte, mit denen das Merlin Ensemble Wien am Wochenende bei den Kaifestspielen den "anderen" Schönberg im Staatstheater-Foyer vorgestellt hat, müssten sich entlaufene Abonnenten aber locker wieder einfangen und zu Schönberg-Fans umpolen lassen. Von den Musikern des Merlin Ensembles, angeführt von Primarius Martin Walch, wird der Walzer mit einer so schwungvollen Delikatesse ins Foyer gezaubert, dass die Gips-Grazien unter dem Deckenstuck eigentlich herabsteigen müssten, um dem Dreivierteltakt zu huldigen.
Volker Milch 15. Mai 2017


CD-Kritik im Kurier
Merlin Ensemble: "ESTER"
Ein stimmiges Ganzes aus Musik und Literatur. Das fabelhafte Merlin Ensemble spielt Musik von Schnittke, Bruch, Zemlinsky, Mendelssohn-Bartholdy und Bach; Andrea Eckert rezitiert aus dem Buch "Ester" sowie aus Texten von Lasker-Schüler, Kolmar und Nelly Sachs. Eine wichtige wie auch anrührende Einspielung. *****
Peter Jarolin 14. August 2016


Frankfurter Allgemeine Zeitung FAZ
VERKLÄRTE NACHT
Ein wirkliches Nachtkonzert fand als Veranstaltung der Maifestspiele im Foyer des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden statt. Musiker des unter anderem von Mitgliedern des Chamber Orchestra of Europe gegründeten Merlin Ensemble Wien – Till Alexander Körber, Klavier; Martin Walch, Violine; William Conway, Violoncello – gestalteten ein auf diese Tageszeit abgestimmtes Programm, als dessen Hauptwerk zu Beginn Schönbergs Streichsextett "Verklärte Nacht" op. 4 in der von Eduard Steuermann eingerichteten Fassung für Klaviertrio erklang.
Erstaunlich, mit welch kammermusikalischer Akkuratesse die drei Spieler auf hohem Niveau der komplexen Struktur dieser spätromantischen Musik nachspürten. Im Vergleich dazu war das abschließende Notturno für Klaviertrio D 897 von Schubert eine Petitesse zum Liebhaben, allerdings traumhaft schön intoniert. Dazwischen übertrafen Körbers originelle, jeweils wenige Sekunden beanspruchende Miniaturen "Mikroskopische Reflexionen über die dunkle Nacht der Sinne" Weberns unltrakurzen Stücke um Längen, ohne sich der Dodekaphonie zu bedienen.
bud. 12.05.2015


CD-Kritik im Kurier
FAUST
Das fabelhafte Merlin Ensemble und der grandiose Burgschauspieler Martin Schwab kombinieren das "Faust"-Volksbuch mit Lenau, Hesse, Marlowe und mit Musik von Liszt. Eindringlich, ja nachhaltig. *****
Peter Jarolin, 22.12.2013


CD-Kritik im Kurier
VOM ENDE DER ZEIT
Das fabelhafte Merlin Ensemble Wien spielt Messiaens Klassiker; Martin Schwab und Hermann Beil rezitieren Zwischentexte von Bernhard und Celan. Purer Genuss. *****
Peter Jarolin, 24.05.2012


CD-Kritik in den Vorarlberger Nachrichten
VOM ENDE DER ZEIT
Label/Vertrieb: ORF Wien
Das 1991 in Vorarlberg gegründete Merlin Ensemble Wien überrascht zum Jubiläum auch mit einer Einspielung, die in ihrer Komplexität und auf höchstem Niveau das streng musikalisch-literarische Programmkonzept dieser Musiker um den Geiger Martin Walch unterstreicht. Messiaens berühmtes "Quaturo pour la fin du temps" ist ein harter Prüfstein, dem beizukommen Mut, Können und Fantasie erfordert. All dies ist bei den fabelhaften "Merlins" im Übermaß vorhanden. Texte von Thomas Bernhard und Paul Celan in Rezitationen von Hermann Beil und Martin Schwab verdichten die beklemmende Aura der Musik.
Fritz Jurmann, 31.1.2012


bachtrack.com
KAMMERMUSIK
In einem Programm mit Kammermusik von Ligeti, Till Alexander Körber und Brahms sowie Schönberg gaben Musiker des Merlin Ensembles – Violinist und Leiter Martin Walch, Komponist und Pianist Till Alexander Körber, Hornist Hubert Renner, Bratschistin Claudia Hofert und Cellist Luis Zorita – starke, leidenschaftliche Interpretationen von unglaublich schweren, ungestümen Kammerkompositionen und führten das Publikum mit Intelligenz und Charme durch das Programm (…), spielten mit viel Energie und außergewöhnlichem Können und wurden dafür von ihrem anspruchsvollen Publikum reich belohnt.
Chanda VanderHart, 05.12.2014 (Aus dem Englischen übertragen von Hedy Mühleck)


Frankfurter Allgemeine Zeitung FAZ
EIN KIND
Wenn Bernhards Texte sich in Musik verwandeln wollten, wäre ein von Schönberg bearbeiteter Strauß-Walzer erste Wahl… Das Merlin Ensemble Wien spielte Walzer und Moderne unter der Leitung Martin Walchs innig und klar. Und Beil gab den Sprachwogen der Erzählung Bernhards alles, was sie brauchten – Tempo. Gliederung, Verve.
c.s./balk., 16.11.2006


Neue Züricher Zeitung
KREUTZERSONATE
… Hermann Beil las anteilnehmend und bewahrte gleichwohl eine gewisse Distanz, was den reflektierenden Charakter des Textes auf den Kopf traf und deshalb große Wirkung hervorbrachte …
Die drei Musiker akzentuierten das Schroffe und Getriebene der musikalischen Sprache, was zu den gelesenen Passagen hervorragend passte.
12.11.2007


Kurier, Wien
EIN KIND
Wie perfekt die Gegensätze einander ergänzen, welche Abgründe die nur scheinbar süßen Melodien bergen, bewiesen Hermann Beil und das bestens gelaunte Merlin Ensemble Wien am Freitag, einen Tag nach Thomas Bernhards 20. Todestag im gläsernen Saal des Wiener Musikvereins.
Susanne Rössler, 15.2.2009


Salzburger Nachrichten
PIERROT
… auch Schönbergs "Pierrot lunaire" ist längst kanonisiert und klassisch - hier zum Auftakt vom Merlin Ensemble und der hoch expressiven Schauspielerin Sylvie Rohrer in einer sanft "theatralischen" Fassung von Hermann Beil zu erleben. Das klang wienerisch süffig, saftig und plastisch, mit deutlichem (Über-)Hang zum romantischen Ausdruck, längst nicht mehr "Musik unserer Zeit", sondern gültige Musik für alle Zeiten.
Karl Harb, 08.03.2008


Basler Zeitung
PIERROT
Sylvie Rohrer ist eine singende Schauspielerin. Die expressive Sprache ihrer Arme, ihr Minenspiel, ihre präzis choreographierten Schritte und nicht zuletzt ihre lupenreine Diktion sicherten den 21 Liedern Spannung und Aufmerksamkeit
Höhepunkt des Konzertes markierte eine geschliffene Wiedergabe von Eislers zwölftöniger Filmmusik "Vierzehn Arten den Regen zu beschreiben"
Sigfried Schibli, 24.05.2006


Badische Neueste Nachrichten
KREUTZERSONATE
… trug Hermann Beil so unaufdringlich wie beklemmend fortschreitend Ausschnitte aus Tolstois "Kreutzersonate" vor …dazu Janaceks Musik, die der eifersuchtszerfressenen, unheilschwangeren Stimmung folgt und die im zusammengefassten Musizieren des Ensembles die eindrucksvolle Darstellung Beils zu einem packenden Erlebnis werden ließ.
Claus-Dieter Hanauer, 27.10.2008


Reutlinger Generalanzeiger
GESCHICHTE VOM SOLDATEN
Mit dem Merlin Ensemble Wien hatte der Bühnenstar (Manfred Karge) einen ebenbürtigen musikalischen Gegenpart an der Seite. Martin Walchs Violine ist vom ersten Moment an die musikalische Seele des Soldaten …
Walchs Bogen hüpft auf den Saiten, haucht und bebt und stürzt sich im nächsten moment voll Lebenslust in den Tanz…
Genau wie Manfred Karge als Sprecher schaffen es auch die Musiker, das parodistische und das dramatische Element auszubalancieren. Sie reizten die extremen Kontraste der Partitur bis in die letzten Winkel aus, blieben aber immer und mit großer Präzision in der Spur der von Satravinsky vorgezeichneten Spur.
GEA, 06.08.2004


Vorarlberger Nachrichten
KAMMERMUSIK
Zum 20-Jahr-Jubiläum bewies das Merlin Ensemble Wien seine aktuelle Position in einer Höchstliga, wie man sie außerhalb der Schubertiade kaum zu hören bekommt. …Verdiente Ovationen!
Fritz Jurmann, 18.12.2011


Oberösterreichische Nachrichten
FAUST
Till Alexander Körber, Klavier, und Martin Walch, Violine, musizierten höchst virtuos und verstanden es prächtig, die Musik mit einem faustischen Etwas zu beseelen. Faszinierend auch Burgtheater-Schauspieler Martin Schwab, der die Texte mit sprachlicher Vielseitigkeit gestaltete und mit unzähligen Klangfarben spielte. Viel Applaus für drei großartige Künstler.
Michael Wruss, 21. 10.2011


Thurgauer Zeitung
DIE GROSSEN LODRONISCHEN NACHTMUSIKEN UND DIVERTIMENTI
… Mozart hat hier sein Füllhorn für einmal besonders ausgeschüttet. Das bedeutet Dichte, Inspiration fast im Übermaß. Und hierfür besitzt das Merlin-Ensemble einen grandiosen Überblick und auch die intellektuelle wie musikalische Kondition, diese Dichte unablässig mit Geist zu füllen, sie bis in die letzte Verästelung erlebbar zu machen. Eine Mozart-Sternstunde, die auch den Mozart-Fan mit Erstaunlichem überraschen konnte.
Martin Preisser, 15.4.2008